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Dienstag, 30. September 2014

Mittwoch, 24. September 2014

Dienstag, 23. September 2014

Montag, 22. September 2014

Aufgetaut


Das Licht in deinen Augen -ausgeknipst,
warum auch nicht?
Warum auch nicht?
Ich spiegle mich darin nicht mehr.
Hinter den Lidern ist es dunkel, leer,
darin verliere ich mich längst nicht mehr,
auch wenn du mir den Raum dafür noch gibst.

Selbst wenn in einem kühlen Bann man steht,
was zählt das schon?
Was zählt das schon?
Zu dir gehöre ich doch nicht.
Und wie ein müder Schneesaum leise bricht,
im warmen Schein von Frühlingshimmelslicht
breche ich weg wie sonnenwindverweht.

Vielleicht werd ich als Wolke
Regen machen,
oder ich werd als Quelle
Funken sprüh’n,
 ich werd vielleicht als Tropfen
weinen, lachen,
oder an wilden Rosen
tauperlig verglüh’n.

Ich könnte ohne dich noch manches sein,
wieso auch nicht?
Wieso auch nicht?
Ich kenne mich doch wirklich kaum.
Ich war alleine dir ein schöner Traum,
mein Leben hieltest du ganz fest im Zaum.
’s war alles nur ein eitler Trug und Schein.

Vielleicht werd ich als Wolke
Regen machen,
oder ich werd als Quelle
Funken sprüh’n,
 ich werd vielleicht als Tropfen
weinen, lachen,
oder an wilden Rosen
tauperlig verglüh’n.

©Lisa Nicolis

Samstag, 20. September 2014

Zum Sommerende

Alt sind die Gärten,
schon windzerfetzt
steht der Sommer
am Rand seiner Zeit.
Rost hat sich wieder
ins Laub gesetzt
und der Herbst
hängt sich Perlen
ans Kleid.

© Lisa Nicolis

Donnerstag, 18. September 2014

Wolkig

Erdhin ziehn die Sommerstunden,
himmelweit ist Herbst in Sicht.
Wolken krall’n sich’s Sonnenlicht,
ziehn vorüber erdgebunden,
bauchwärts dunkelgrau umwunden,
drüber strahlendes Gesicht,
das sie zeigen, uns zum Spott,
immer nur dem lieben Gott.

©Lisa Nicolis

 

Dienstag, 16. September 2014

Ja,ja...

Ach, wie ist’s so leicht und toll,
andern Ratschläge zu geben.
Schwierig wird’s, wenn man mal soll
aufräumen im eignen Leben.

© Lisa Nicolis

 

Donnerstag, 11. September 2014

Gefangen

Bevor sich Frühlingsperlen 
auf meine Seelenfäden reihten,
 vergoss der Sommer schon 
die Glut über das Zaudern.

 Bevor ich mir 
den Sommer pflücken konnte, 
mähte der Herbst schon
 alle Julidüfte.

 Oh, auch der Winter wird nicht warten, 
bis die entzweite Seele, 
längs des Blätterrauschens, 
den Herbst erfühlen kann. 

 Oder 
allein dem Klappern
 dunkler Laptoptasten lauscht,
 bis auch dies Jahr, 
die letzten Stunden
gnadenlos verschneit.

 © Lisa Nicolis
 

Mittwoch, 10. September 2014

Dienstag, 9. September 2014

Die Hobbypsychologin sagt:

Die meisten Menschen auf dieser Welt träumen davon,
wenn sie sterben, in den Himmel zu kommen.
Dabei werden wir alle in den Himmel hineingebohren.
Die Erde führt uns jedes Jahr um die Sonne herum,
durch mehr als sieben Himmel.
Unser Himmel beginnt vor unseren Füßen.
Wir leben im Paradies. Nur unsere Arroganz,
unser Missmut, die überspielten Missverständnisse,
Hass und Rache, Krieg und Verderben
bringen höllische Zustände in unseren Garten Eden.
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Heimweh, was ist das? Das habe ich mich immer gefragt.
Man sagt, Heimat ist der Ort, an dem man geboren wurde.
Aber es ist, aus der Fremde gesehen,
habe ich für mich festgestellt,
nur ein Gefühl,
das Bilder entstehen lässt, die man so nie wieder
erleben wird.
Denn auch die Heimat verändert sich und kann fremd werden.
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Heimweh ist eine schwere Krankheit. Die beste Medizin dagegen ist,
in die Gegenwart zurückzukehren.
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Wir suchen oft ein ganzes Leben hindurch nach einem
idealen Partner. Fragen wir uns auch oft genug,
wie ideal wir selber sind?
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Wenn ein Mensch anders ist als wir selbst,
bezeichnen wir ihn als komisch, oder böse, oder schlecht.
Haben wir ihn aber jemals gefragt, wie es ihm geht?
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Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht
auf morgen!
Also ob morgen nicht auch ein Heute wär...!
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Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
Und wenn doch, ist man sicherlich Tierarzt.
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Mancher fragt mich, ob ich gerne wieder jung sein möchte.
Nie! Was soll ich dann mit so alten Kindern anfangen?
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Das Schlimmste ist nicht, dass ich alt werde. Schlimm ist es,
dass ich mit einem alten Mann verheiratet bin!
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Das Beste, das dir im Leben passieren konnte,
das bist du selbst.
Wenn du das nicht begriffen hast,
wirst du immer nur von den anderen Gutes erwarten.


© Lisa Nicolis 

Montag, 8. September 2014

Samstag, 6. September 2014